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Feuerwehr Biengen blickt auf ein etwas ruhigeres Jahr zurück.
Am Freitag dem 27.01.12 eröffnete der Abteilungskommandant der Feuerwehr Bad Krozingen- Biengen die Jahresabschlussversammlung 2011. Aufgrund eines zu diesem Zeitpunkt noch laufenden Einsatzes der Bad Krozinger Wehr, bei der auch Biengener Feuerwehrleute im Einsatz standen, erfolgt diese Eröffnung allerdings etwas später als geplant. Rudi Müller begrüßte insbesondere den Gesamtkommandanten Jürgen Bleile und dessen Stellvertreter Felix Metzger. Sein Gruß galt weiterhin den Ehrenmitgliedern der Biengener Wehr Joseph Müller und Leodegar Wick, der auch für den sich in Urlaub befindlichen Ortsvorsteher Edgar Fader erschienen war. Im Anschluß daran gedachte die Versammlung schweigend der im abgelaufenen Jahr verstorbenen Kameraden Franz Bösch und Joseph Meicher. Rudi Müller betonte, dass obwohl das Jahr 2011 etwas ruhiger verlaufen sei, kein Grund bestünde, sich auf erworbenen Lorbeeren auszuruhen. Der engen Personaldecke geschuldet werde man sich im Jahr 2012 besonders auf einen Einsatz im sog. Staffelrahmen vorbereiten. Der Biengener Feuerwehrhock sei wieder , trotz einem etwas zähen Ringen um Einzelheiten, zu einem Erfog geworden. Ein weiterer Höhepunkt im Jahr sei natürlich der Ausflug der Kameraden nach Bochum gewesen, welcher von so manchem nebenbei genutzt worden sei, dem SC Freiburg „auf Schalke“ Beistand zu leisten.
In den nachfolgenden Tätigkeitsberichten konnten Schriftführung, Alters- und Jugendabteilung eine weitgehend positive Bilanz ziehen. Über 34 Einsätze, 15 Proben und eine Ausschußsitzung wurde berichtet. Insgesamt bestehe die Biengener Abteilung aus derzeit 28 Aktiven, 9 Alterskameraden und 7 Jugendfeuerwehrleuten. Der die Altersabteilung betreuende Leodegar Wick, der in Vertretung auch als Sprecher des Ortsvorstehers und des Ortschaftsrates seinen Dank und seine Wertschätzung für die geleistete Arbeit kundtat, berichtete über vielfältige Aktivitäten in den Reihen der Altersabteilung. In der Jugend habe es 3 Abgänge und einen Zugang gegeben. Unter den betreuten Jugendlichen befänden sich auch 2 Mädchen, so der zuständige Jugendwart Christoph Sutter. Eine weiter intensivierte Jugendarbeit sei erforderlich und auch bereits angedacht. Der Abteilungskommandant Rudi Müller betonte hierzu, dass gerade die Jugendarbeit im laufenden Jahr eine seiner Hauptblickrichtungen darstellen werde.
Der Rechner musste bei der Vorlage seines beeindruckenden Zahlenwerkes allerdings, bedingt gerade auch durch die hohen Ausgaben beispielsweise für den natürlich nicht jährlich stattfindenden Ausflug der Abteilung, auf ein sehr moderates Minus seiner Kasse verweisen. Da die anwesenden Kassenprüfer ihm und der Arbeit der gesamten Wehrführung Biengens ein uneingeschränkt positives Zeugnis ausstellten, konnte auf deren Antrag die Versammlung allen Funktionsträgern eine einstimmige Entlastung erteilen.
Da in diesem, im Gegensatz zu vorangegangenen, Jahr keine Beförderungen anstanden, nutzte der Abteilungskommandant die Gelegenheit um die bereits vom Schriftführer gegebene Übersicht über absolvierte Lehrgänge Biengener Wehrleute zu erweitern und zu vertiefen. Eine ungeheure Anzahl von Stunden sei da von so Manchem seiner Kameraden in Aus- und Fortbildung investiert worden.
Geehrt für langjähriges Mittun an der Sicherheit seiner Mitmenschen wurden im Folgenden:
Für 10 Jahre insbesondere der im Tagdienst in Biengen tätige „Gastfeuerwehrmann“ Norbert Seywald, der als gewesener Kommandant der Wehr in Ballrechten- Dottingen eine unschätzbare Hilfe darstellt.
20 Jahre: Patrik Leschitzka, 30 Jahre: Klaus Bleile. Für 35 Jahre aktive Dienstleistung zum Wohl seiner Mitbürger nahm schließlich Gesamtkommandant Jürgen Bleile die Ehrung des Abteilungskommandanten Rudi Müller vor, der selbst dann an den sich noch im Einsatz befindlichen Karlheinz Thoma erinnerte, der der Wehr bereits 40 Jahre angehöre.
Der Abteilungskommandant dankte im Anschluss allen seinen „Mitstreitern” (insbesondere seinem seit einem Jahr im Amt befindlichen Stellvertreter Patrik Kapfer), und legte der Leitung der Jugendfeuerwehr nahe, ihn und die Kollegen gegebenenfalls in Sachen Jugendarbeit „anzuschieben. Nach Dankesworten an Ortschaftsrat und Ortsvorsteher übergab er dann das Wort an den Gesamtkommandanten der Bad Krozinger Feuerwehr Jürgen Bleile. Dieser äußerte zuvorderst seinen Dank für die im letzen Jahr geleistete Arbeit der Biengener Wehr, die auch wieder teilweise unnötige 19 Alarmierungen durch Brandmeldeanlagen umfasst habe. Obwohl gefühlt die Anzahl solcher Einsätze abgenommen habe, sei aufgrund der wachsenden Anzahl solcher Anlagen, die dem starken Wirtschaftswachstum Bad Krozingens geschuldet sei, mit einer weiteren Erhöhung der Anzahl solcher Einsätze zu rechnen. Zum Thema „Gerätehauszustand“ rechne man in der nächsten Zeit mit einem Gutachten eines Sachverständigen, das dann einer ausführlichen Diskussion bedürfe. Er bat die Biengener Wehrführung und den Ortschaftsrat möglichst bald bei der Gewinnung neuer Mitglieder aktiv zu werden. Nachdem über 300 Stunden im Einsatz zusammen gekommen seien und insgesamt über 900 Stunden von Biengener Wehrleuten abgeleistet worden seien, hoffe er inständig, dass das Ergebnis in 2012 das Gleiche sei wie im Vorjahr: „Alles heil wieder zu Hause“.
Ein kurzes Schlusswort von Rudi Müller folgte einem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ ,unter dem auch Überlegungen einiger Bad Krozinger Stadträte zur Sprache kamen, die Feuerwehr sei doch ein hervorragender Ort um Einsparungen vorzunehmen. Der Alterskamerad Eduard Selz brachte dabei die Meinung der Anwesenden wohl am besten zur Geltung, indem er sinngemäß meinte: „ Wer an der Feuerwehr spart, der spart einen Gutteil an Sicherheit seiner eigenen Mitbürger kaputt“.
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