BERICHT

Geschrieben von G.Herzog

„Neuerungen müssen sein, aber überlegt..“

Die Feuerwehrwachabteilung Hausen an der Möhlin traf sich am Samstag dem 21. Januar zu ihrer 55. Generalversammlung. Nach den begrüßenden Worten des Abteilungskommandanten Gerhard Schwarz erhob man sich im Gedenken an einen Verstorbenen aus den Reihen der aktiven Mannschaft, sowie eines Alterskameraden. Gerhard Schwarz nannte weitere Namen von Mitbürgern, die sich um die Feuerwehr verdient gemacht hätten. In seinem darauf folgenden Tätigkeitsbericht schlug er allerdings zunächst einmal recht nachdenkliche Töne an. Er sprach, wie er es nannte, „ein Wort zum Sonntag“, was den Umgangston und die Umgangsform innerhalb der Abteilung angehe. Er gab unter anderem zu bedenken, dass er Neuerungen durchaus positiv gegenüber stehe, dass diese allerdings wohlüberlegt, auf den Erfahrungen von mehreren Generationen aufbauend, einzuführen und umzusetzen seien. „Unsere Vorgänger waren ja schließlich auch nicht dumm!“ gab Schwarz zu bedenken. Das 55 Jahr der Abteilung Hausen sei von 24 Einsätzen, der Teilnahme an vielen Ereignissen auch der Pfarr- und politischen Gemeinde geprägt gewesen. Eine Anzahl Wehrangehöriger habe das bronzene Leistungsabzeichen der Feuerwehr erringen können, die Abteilung habe am  Festempfang und Festumzug der Staufener Feuerwehr die Stadt Bad Krozingen repräsentieren können. Seine eigene Priorität lege er für das Jahr 2012 auf den Erhalt des Gerätehauses, der mit einem 5 Punkteprogramm angegangen werden solle.

In den folgenden Einzelberichten des Schriftführers, des Jugendwartes und des Kassierers erschien ein arbeitsreiches Jahr vor den Augen der Anwesenden. Über 33 Aktive, von denen einige sogar mehrere Lehrgänge im vergangenen Jahr abgelegt hätten, 3 Jugendliche und 8 Alterskameraden verfüge die Wehr momentan. Der Jugendwart merkte an, dass mit verstärkter Aktivität und einem speziellen Programm versucht werden soll, die nur sehr geringe Zahl von Nachwuchskräften zu steigern. Alles in allem habe die Kasse, trotz eines etwas schlechter ausgefallenen „Hocks“, immer noch schwarze Zahlen schreiben können.

In seinem Grußwort betonte der Gesamtkommandant der Bad Krozinger Feuerwehr welch wichtige Stütze die Abteilung Hausen im Dienst darstelle. Mit einem Ersatz für das inzwischen etwas in die Jahre gekommene Löschgruppenfahrzeug sei wohl etwa im Mai dieses  Jahres zu rechnen. Im Rückblick betonte er, dass die Indienstnahme der neuen integrierten  Leitstelle, durch die Einführung eines radikal gekürzten Systems von Alarmstichworten, nicht gerade große Fortschritte gebracht habe. Im Gegenteil, gerade in der Anfangsphase seien aufgrund dieses Systemes auch Hausener Wehrleute teilweise völlig unnötig alarmiert worden. Im laufenden Jahr werde das Probensystem durch die Einführung von zwei Proben-Samstagen für die Gesamtwehr stark verändert. In seinen weiteren Ausführungen legte er klar, dass er die Hausener Bemühungen um die Erneuerungen des Gerätehauses zwar durchaus unterstütze, dass für ihn allerdings der nachgerade gefährliche Zustand des Tunseler Gerätehaus oberste Priorität besitze. Angedachte Aktivitäten, wie die Gründung eines „First-Responder-Teams“, welches in medizinischen Notfällen deutlich effektiver Erste Hilfe zu leisten in der Lage sei, unterstütze er nachdrücklich.

Zum Schluss seiner Ausführungen übergab er der Hausener Wehr, die Abteilung Kernstadt im ABC-Abwehreinsatz unterstützt, ein neues Gasmessgerät.

Seine Worte hallten im folgenden Grußwort des Ortsvorstehers Reinhard Faller deutlich nach.  Er dankte zunächst für das bei vielen Anlässen gezeigte Engagement der ca. 2% der Hausener Bürgerschaft umfassende Häuflein der Feuerwehr, betonte aber auch, dass ihm der Zustand der Jugendfeuerwehr Anlass zur Sorge gebe. Auf die ihm vom Abteilungskommandanten vorgetragene Bitte, er als der „Diplomat“ solle doch eine stärkere Rolle bei den augenblicklichen „Knackpunkten“, wie First-Responder und Erneuerung des Gerätehauses übernehmen, betonte er ,dass er dies gerne tun würde. Allerdings sei gerade das Gerätehaus, welches in 2 Jahren auch schon wieder 30 Jahre alt werde, noch eines der „Besseren in Bad Krozingen. Dies deshalb, da beim damaligen Bau die Feuerwehr ein, beispielsweise durch erbrachte Eigenleistungen, gewichtiges Wort habe mitsprechen können. (An anderer Stelle der Versammlung bemerkte übrigens das Ehrenmitglied der Wehr Alfred Faller, welche fatalen Folgen eine „Nichteinmischung“ in „rein planerische“ Belange haben könne. In das neue Schlatter Feuerwehrdomizil passe (aufgrund fehlender Höhe)ja noch nicht einmal ein Modernes Feuerwehrfahrzeug!) Er dankte daraufhin der Gesamtführung für das gute Miteinander und der Kommandantur der Abteilung für die Arbeit im abgelaufenen Jahr.

Bei den nachfolgenden Wahlen wurden der Schriftführer Fritz Engler und der Rechner der Abteilung Andres Bohrer, welche sich beide für eine weitere Amtszeit zu Verfügung gestellt hatten, einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Für den aus familiären Gründen aus seinem Amt scheidenden  Hausener Gerätewart  Wilfried Fliegauf wurde Patrik Schwarz von der Versammlung berufen.

Nach einigen weiteren kleinen Punkten schloss Gerhard Schwarz, der im letzten Jahr aufgrund des Anstehenden wohl einige schlaflose Nächte gehabt hatte, wie er betonte, die Versammlung, welcher – wie schon gewohnt- ein Kameradschaftsabend mit Helferfest für den „Hock“ folgte.

 

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